Um das Suchtpotenzial von sozialen Medien einzudämmen und gefährliche Inhalte aus dem Netz aus Kinderzimmern fernzuhalten, hat die von Bildungs- und Familienministerin Katharina Prien eingesetzte Kommission aus 18 Wissenschaftlern 56 Vorschläge vorgelegt – sogenannte Handlungsempfehlungen. Die Ministerin selbst plädiert nun für ein Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige. Nina Kolleck, Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Uni Potsdam, ist in der Problemanalyse ganz bei Prien und der Kommission. Warum Social Media schädlich sein kann für einzelne Jugendliche und unsere Demokratie insgesamt, hat sie in ihrem Anfang des Jahres erschienenen Buch „Der Kampf in den Köpfen“ dargelegt. Von Verboten aber hält sie nichts.
Social Media„Verbotenes schmeckt oft besonders gut“
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Hält Karin Priens Kommission für fachlich nicht qualifiziert genug besetzt: Nina Kolleck von der Uni Potsdam.
THOMAS ROESEBildungsministerin Karin Prien und ihre Kommission fordern ein Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige. Nina Kolleck von der Uni Potsdam hält das für Symbolpolitik und verdächtigt hinter den laschen Bildungsvorschlägen die US-Techkonzerne.
Interview von Merle Zils
