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"Snooker in Kairo" von Waguih Ghali:Das Ende einer Illusion

View of a bridge over the Nile, Cairo

Als in Ägypten die Mode sich am internationalen Stil des Westens ausrichtete: Blick auf eine Nilbrücke in Kairo.

(Foto: Alinari/Getty Images)

Mitte der Sechzigerjahre erschien in London der Roman "Snooker in Kairo" des ägyptischen Autors Waguih Ghali. Im Arabischen Frühling wurde er wiederentdeckt. Jetzt gibt es ihn auf Deutsch.

Welcher Ort in Ägypten bleibt unberührt von Revolution, Militärputsch, Fanatismus? Ja, gut, die Pyramiden, schon klar. Aber dann ist da auch noch dieser Flecken Grün auf einer Nilinsel in Kairo: der Gesira-Club. Pfeilgerade die Alleen, türkis leuchtend die Pools, exklusiv die Mitgliedschaft - der einstige britische Offiziersklub ist eine Oase der Beständigkeit. Unter uralten Bäumen spielen die Begüterten Polo, auch Bridge, bestens im Bilde über die politischen Neigungen der je anderen, die Vermögensverhältnisse, die Heiratspläne.

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