Snack bei den Bayreuther Festspiele Was wäre Wagner ohne die Wurst?

Gewiefte Festspielbesucher weichen in Bayreuth für die Würstchen ins nahe gelegene Freiluftbad Bürgerreuth aus.

(Foto: dpa)

An Würstchen und Bier erinnert sich mancher Festspielbesucher in Bayreuth eher als an die Sängernamen.

Von Reinhard J. Brembeck

Bayreuth ohne Würstchen - das geht gar nicht.

Pjotr Tschaikowsky erwähnt sie in seiner Rezension der ersten Festspiele 1876, und in Igor Strawinskys Text über seinen "Parsifal"-Besuch auf dem Grünen Hügel spielen sie sogar die Hauptrolle. Würstchen und Bier: Daran erinnert sich so mancher eher als an die Sängernamen.

Wobei gewiefte Festspielbesucher ganz gern das trubelige Tohuwabohu der festspieleigenen Restauration meiden und ins nahe Freiluftbad Bürgerreuth entweichen. Da gibt es eine Kneippanlage - und am gänzlich bodenständig gemütlichen Kiosk statt der frankenüblichen Brat- ganz normal in heißem Wasser gesottene Würste.

Allerdings ist dieses so ganz und gar unwagnerische Vergnügen leider nur in der ersten Pause möglich, denn das Freiluftbad schließt pünktlich um 20 Uhr.