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Smartphone-Nutzung im öffentlichen Raum:Generation Kopf unten

Unofficial Mobile Phone Warning Sign In Stockholm

Ein Schild in der Stockholmer Altstadt hält Passanten zu erhöhter Vorsicht beim Smartphone-Gebrauch an.

(Foto: Johan Jeppsson/Bloomberg)

Wie die um sich greifende Handynutzung der Smartphone-Zombies, der "Smombies", zum Problem wird und unsere Städte verändern könnte.

Von Jan Kedves

Ach, wie süß und fies doch diese Freude ist: Da beobachtet man einen Smombie dabei, wie er auf der Straße gerade auf eine Laterne zuläuft, und man unternimmt rein gar nichts, um ihn vor ihr zu warnen. Donk. Aua. Selbst schuld. Ja, die Digitalisierung bringt nicht immer das Beste im Menschen hervor, jedenfalls nicht im öffentlichen Raum, und schon gar nicht in stark verdichteten Stadtgebieten. Aber warum sollte man die Schadenfreude auch nicht auskosten? Der Smombie, also der Smartphone-Zombie, der Ende 2015 vom Langenscheidt-Verlag zum Jugendwort des Jahres gewählt wurde, weil er wie gebannt mit dem Handy über die Straße geht und nie guckt, wohin er läuft, er würde einem das "Achtung!", das man ihm natürlich freundlich zurufen könnte, wohl ohnehin nicht danken - denn er ist derart vertieft in sein Display, dass er erschrecken und einen dann böse anschauen würde. Weil man sich ja in sein Leben eingemischt hat.

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