Hyperpop„Ich werd’ lesbisch von dem ganzen Tequila“

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Laut eigenem Bekunden das schlimmste Mädchen Amerikas: Sängerin Slayyyter.
Laut eigenem Bekunden das schlimmste Mädchen Amerikas: Sängerin Slayyyter. Kait Muro

Musik wie schlecht geölte Kettensägen und Presslufthämmer, die einem von innen den Schädel planieren: „Wor$t Girl in America“, das furiose Album von Sängerin Slayyyter, ist ein Pop-Ereignis.

Von Luca Viglahn

Die Kickdrum zählt ordnungsgemäß bis vier. Derweil bohrt der Bass furchtbare Löcher in die Trommelfelle des Zuhörers. Eine Sängerin verflucht mit angezerrter, dröhnender Stimme gnadenlos ihren Expartner. Und dann, als der Refrain beginnt, wird alles ganz still. Ein einsamer Synthesizer krächzt hinreißend eine Melodie, und der Takt verwandelt sich in schweres Gelee, in dem der ganze Song eine abrupte Vollbremsung hinlegt. Schließlich setzt das Schlagzeug wieder ein, ein zweiter Synthesizer rauscht in der Ferne, Slayyyter beginnt zu singen, und die gesamte Aggression des Songs löst sich auf in mitreißender, wunderschöner Euphorie. In dieser Balance aus Gewaltausbruch und Pop-Ekstase ist „Beat Up Chanel$“ einer der besten Songs von Slayyyters neuem Album „Wor$t Girl in America“.

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