Eröffnung der Frankfurter Buchmesse:Slavoj Žižek und das "Analyseverbot"

Eröffnung der Frankfurter Buchmesse: "Nein, in so einer Gesellschaft möchte ich nicht leben", sagt Slavoj Žižek. Er meint damit aber nicht eine Gesellschaft, in der die Morde der Hamas relativiert werden, sondern: Bienenvölker.

"Nein, in so einer Gesellschaft möchte ich nicht leben", sagt Slavoj Žižek. Er meint damit aber nicht eine Gesellschaft, in der die Morde der Hamas relativiert werden, sondern: Bienenvölker.

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Der Philosoph will bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse den kühlen Analytiker geben - und löst mit Aussagen zum Konflikt in Nahost erregte Proteste aus. Der Branche stehen aufgewühlte Tage bevor.

Von Jens-Christian Rabe

Noch bevor sie richtig angefangen hatte, hatte die Frankfurter Buchmesse am Dienstagabend schon ihren ersten großen Eklat. Was war passiert? Während Bundeskanzler Olaf Scholz, der ebenfalls bei der Eröffnung hätte reden sollen, auf dem Weg zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel war, sprach der weltberühmte slowenische Philosoph Slavoj Žižek. Bei der Eröffnungsfeier vor Hunderten geladenen Gästen im Saal "Harmonie" des Congress Centers stand er als Vertreter seines Heimatlandes, das in diesem Jahr Gastland der Messe ist, auf der Bühne - und beschränkte sich nicht darauf, vor allem die Macht und Kraft des Lesens und der Literatur zu preisen.

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