Alben der WocheDen Wikipedia-Eintrag der Wiedervereinigung vertont

Silbermond machen Rock für Deutschland, DJ Shadow wühlt sich mit stotternden Breakbeats durch die Trostlosigkeit und Céline Dion verarbeitet das Drama in der Melodie-Achterbahn.

Fred The Godson - "Godlevel" (T.C.F. Music Group)

Das amerikanische Hip-Hop Magazin kürte den New Yorker Rapper Fred The Godson 2011 zum "Freshman" des Jahres, neben Kendrick Lamar und Mac Miller, die bald darauf Superstars wurden. Der heute 34-jährige Fred The Godson ist immer noch nicht weltberühmt. Auch das neue Album wird daran vermutlich nichts ändern. Dafür ist darauf nach allen Regeln der Kunst exekutierter New-York-No-Bullshit-Rap zu hören, also einschüchternd eloquent, aber ohne ein Wort zu viel zu verlieren. Darüber schwere, bedrohlich verschleppte Beats. "Any violation, only lead to retaliation" - jede Verletzung führt nur zu Vergeltung. Die Verse, die Fred The Godson aus dem Mund fallen, klingen dabei, als sei sein Hals von innen mit Schmirgelpapier verkleidet. Große, ungerührte Kunst. Von Jens-Christian Rabe

Bild: TCF Music Group 15. November 2019, 04:462019-11-15 04:46:23 © SZ.de/qli