"Sieben Nächte":Der Klaps des Windgottes

Simon Strauß erzählt in seinem Erstling vom Ausbruch aus dem sicheren, konventionellen Dasein, aus der Hölle der Dauerironie. Vorerst aber bleibt es beim Sound der Beschwörung.

Von Christoph Schröder

sieben Todsünden, Die / Les Sept Peches Capitaux

Micheline Presle fiel die Ausschweifung im Episodenfilm "Die sieben Todsünden" (1962) entschieden leichter als dem jungen Mann der "Sieben Nächte", der mitten in der Nacht dasitzt und dem Regen zuhört, "wie er aufs Fensterbrett schlägt".

(Foto: ddp images)

Das Gefühl, im falschen Leben zu sein oder, noch schlimmer, nach und nach in das falsche Leben hineinzuwachsen und sich selbst dabei zusehen zu müssen, beherrscht dieses Buch. Es steht auf der Kippe, auf jeder einzelnen Seite. "Sieben Nächte" ist ein Debüt, das nach Zukunft süchtig ist und dabei vehement die Vergangenheit bemüht. Ein Traktat, das sich an den Gegenwartsphänomenen abarbeitet, um Verachtung und Trauer zu produzieren.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Rudolf Steiner und die Querdenker
Wirkt Impfen gegen Spiritualität?
Sarah Hallmann, Berlin
Schwerpunkt Wohnen
Braucht's wirklich so viel Küche?
Formel 1 - GP Spanien - Dietrich Mateschitz
Unternehmer Dietrich Mateschitz
Milliardär, Medienmogul, nicht verfügbar
Börse
Die sieben teuersten Anlegerfehler
alles liebe
Zurückweisung
"Je größer die Selbstliebe, desto schmerzlicher die Abweisung"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB