Sieben Tage brauchte Gott, um die Welt zu erschaffen – na gut, sechs Tage, am letzten ruhte er, heißt es im Alten Testament. Sieben Tage braucht Şeyda Kurt, um das Viertel in ihrem Roman untergehen zu lassen. Wobei, am siebten Tag ruhen die meisten der elf Figuren um die Protagonistin Sanya, die mit ihrem Rucksack ruhelos durch die Straßen streift, sie liegen schlafend in ihren Betten. Dann setzt der Regen ein und alles verschwindet im Schlamm. Kurt schreibt: „Wie unser Viertel heißt? Das spielt keine Rolle. Wir nennen es: Sumpf. Unser Glück ist, dass Sümpfe mit hohem Torfgehalt konservierende Eigenschaften haben.“
LiteraturWas folgt auf das Ende der Welt?
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Die Kölnerin Şeyda Kurt wurde als Sachbuchautorin bekannt.
Harriet Meyer„Zeit der Monster“ ist der erste Roman von Şeyda Kurt. Es geht um ein dem Untergang geweihtes Stadtviertel und dessen wehrhafte Bewohner. Ein Spaziergang mit der Autorin durch ihre Heimat Köln-Kalk.
Von Astrid Probst
