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Fernsehen und Streaming:Das sind die Serien des Monats

In der dritten Staffel von "Dark" gibt es noch einen neuen Hirnknoten. "The Great" interpretiert russische Geschichte eher frei. Und in "Dead To Me" kehrt eine Figur in bester Seifenoper-Tradition zurück - als Zwillingsbruder.

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Dark, dritte Staffel

Dark
Staffel 3

Quelle: Netflix/Netflix

Was passiert: Zwei Staffeln lang ist Jonas (Louis Hofmann) schon durch die Zeit gereist und hat nach dem "Knoten" gesucht, dem Ursprung aller Probleme in der tristen Kleinstadt Winden. Im finalen Akt der Geschichte kommt jedoch ein neuer Hirnknoten für alle Seriengucker hinzu, die bei all den Zeitsträngen und -sprüngen versuchen, den Überblick zu behalten: Jonas wird von seinem Schwarm Martha (Lisa Vicari) besucht - nur stammt diese Martha aus einer Parallelwelt, die Jonas Welt in der Stadt und seinen Bewohnern gleicht, aber doch ganz anders ist.

Heimlicher Star: Bartosz Tiedemann (Paul Lux). Auch er hat einen Doppelgänger in der Parallelwelt. Der ist aber in seinem kratzigen Wollpullover so verklemmt und unterwürfig im Vergleich zum arroganten Bartosz aus der Ursprungswelt, dass einem ein seltener Schmunzler in dieser so bedrückenden Serie widerfahren könnte.

Nicht geeignet für: Angehörige von Großfamilien, die sich schon beim Bestimmen von Verwandtschaftsgraden der eigenen Familie schwertun, geschweige denn beim richtigen Zuordnen von Namen und Gesichtern.

Zu sehen bei Netflix, acht Folgen.

Johannes Nebe

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Ausgebremst

Ausgebremst

Quelle: NDR/2020 Turner Broadcasting Sys

Was passiert: Ständig hat sie in den zehnminütigen Filmchen Menschen auf dem Schirm, die eigentlich zur Telefonseelsorge wollen. Die Folge sind skurrile Gespräche und Einblicke ins seltsame Leben sehr besonderer Menschen, die unter anderem von Ulrike Folkerts, Annette Frier und Maren Kroymann dargestellt werden.

Heimlicher Star: Die Musik. Immer wieder mal steht Johnny Brandenburg als Straßenmusiker herum und intoniert Songs, die das Geschehen kommentieren. Dazu gehört der Countryklassiker "If I Needed You" ebenso wie in einer punkigen Folge der Dead-Kennedys-Hit "Too Drunk To Fuck".

Nicht geeignet für: Quickie-Feinde. Nur rund zehn Minuten dauern die in Corona-Zeiten fix gedrehten Folgen, haben es aber doppelt in sich.

Zu sehen auf dem Youtube-Kanal von TNT, fünf Folgen.

Hans Hoff

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The Great

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Quelle: Hulu/Starzplay

Was passiert: Die junge Frau, die später Katharina die Große sein wird, kommt voller Mädchenblütenträume von Aufklärung, Gleichberechtigung und romantischer Liebe nach Moskau, um Peter III. zu heiraten. Der aber ist ein dekadenter Soziopath mit Mutter- und Vaterkomplex, der die Tische beim Bankett gern mit den abgeschlagenen Köpfen gegnerischer Soldaten dekoriert. Die Zarin muss also etwas tun und plant in anfangs ungeschickter, aber heiterer Manier einen Coup.

Heimlicher Star: Katharinas Kammerzofe und vormalige Hofdame Marial, die mit ihrer ganzen Familie degradiert wurde, weil ihr Vater etwas wirklich Unzüchtiges angestellt hat. Als ihre Herrin sich wegen ihrer enttäuschten Illusionen mit einem Brieföffner Gewalt antun will, lässt Marial den Diener einen Eimer für das zu erwartende Blut bringen - und weckt in seiner Abwesenheit Katharinas Lebensgeister, indem sie ihr den Plan zum Sturz ihres Mannes eingibt.

Nicht geeignet für: Geschichtsnerds. Die Serie nimmt sich im Dienste der besseren Story große Freiheiten.

Zu sehen über Starzplay auf Amazon Prime, zehn Folgen.

Kathleen Hildebrand

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Dead To Me, zweite Staffel

2

Quelle: NETFLIX

Was passiert: Weil die beiden Freundinnen Jen und Judy (Christina Applegate und Linda Cardellini) um ihre Freundschaft ringen und einen Mord vertuschen müssen, wird es in der zweiten Staffel einerseits spannender, andererseits auch sehr viel lustiger. Man muss sich nur kurz daran gewöhnen, dass eine Figur in bester Seifenoper-Tradition in Gestalt des eigenen Zwillingsbruders wieder auftaucht.

Heimlicher Star: Detective Perez (Diana-Maria Riva), die Ermittlerin in eben diesem Mordfall, die in der zweiten Staffel eine nahezu unglaubliche, aber unterhaltsame eigene Geschichte bekommt und näher an die beiden Hauptfiguren heranrückt. Die Männer in Dead to me spielen ja ohnehin eher Nebenrollen oder sind verdientermaßen tot.

Nicht geeignet für: Krimi-Nerds, deren Hobby es ist, auf die "continuity" zu achten.

Zu sehen bei Netflix, zehn Folgen.

David Pfeifer

© SZ/tmh

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