Friedenspreis für Serhij Zhadan:Hätten wir ihm nur früher zugehört

Lesezeit: 5 min

Friedenspreis für Serhij Zhadan: Der Autor Serhij Zhadan, geboren 1974, lebt in Charkiw.

Der Autor Serhij Zhadan, geboren 1974, lebt in Charkiw.

(Foto: Dominic Steinmann/dpa)

Seit Jahren schreibt Serhij Zhadan über Gewalt und Bedrohung in der Ukraine. Jetzt bekommt er mitten im Krieg den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Von Lothar Müller

Diese Auszeichnung erhält der ukrainische Schriftsteller, Musiker und Übersetzer Serhij Zhadan mit großem Recht. Zugleich hat sie einen bitteren Beigeschmack. Sie trägt das Wort "Friedenspreis" im Titel und wird in Kriegszeiten vergeben. Serhij Zhadan, der 1974 in Starobilsk im Gebiet Luhansk nordöstlich von Donezk geboren wurde und in Charkiw lebt, ist eine "Persönlichkeit, die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat". Aber seit Monaten, seit Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine am 24. Februar 2022, sind die Bilder und Texte, die er auf Twitter in die Welt schickt, Nachrichten aus dem Kriegsgebiet. Er ist ein Friedenspreisträger, der schwere Waffen für sein Land fordert.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Haushaltshelfer
Leben und Gesellschaft
Die besten Haushaltshelfer
Soziale Ungleichheit
"Im Laufe des Lebens werden wir unzufriedener - aber die einen mehr als die anderen"
Der Krieg und die Friedensbewegung
Lob des Pazifismus
Binge
Gesundheit
"Wer ständig seine Gefühle mit Essen reguliert, ist gefährdet"
Strawberry Milkshake with a Burger and Fries; Burger
Gesundheit
»Falsche Ernährung verändert die Psyche«
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB