Die Olympischen Spiele von München sollten ein historisches Ereignis werden, auch in Kenia. Gerade noch rechtzeitig zur Eröffnungsfeier am 26. August 1972 war eine Bodenstation fertig geworden, die das Signal eines Satelliten hoch über dem Indischen Ozean empfangen konnte. Die Kenianer – zumindest diejenigen, die Zugang zu einem Fernseher hatten – sahen dann ihre erste Live-Übertragung aus Übersee. „Hier war das Bild so strahlend wie der Sonnenschein und der Ton so klar wie aus der Tür des nächsten Nachbarn“, staunte ein Leitartikler der in Nairobi erscheinenden Zeitung East African Standard.
„September 5“ im Kino:Terror, live gesendet
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In „September 5“ erzählt Tim Fehlbaum das Münchner Olympia-Attentat 1972 aus der Perspektive der beteiligten Fernsehteams. Das Ergebnis: ein atemberaubendes Kammerspiel.
Von Roman Deininger

Aufarbeitung des Olympia-Attentats 1972:Geschichte einer unendlichen Enttäuschung
Lügen, verdrängen, schönreden - was die Hinterbliebenen der israelischen Attentatsopfer an den Deutschen bis heute erzürnt.
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