KinoSechs Europäische Filmpreise für „Sentimental Value“

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Regisseur Joachim Trier freut sich beim 38. Europäischen Filmpreis im Haus der Kulturen der Welt über seine Auszeichnung.
Regisseur Joachim Trier freut sich beim 38. Europäischen Filmpreis im Haus der Kulturen der Welt über seine Auszeichnung. (Foto: Christoph Soeder/dpa)
  • Das norwegische Drama „Sentimental Value" von Joachim Trier gewinnt sechs Europäische Filmpreise, darunter bester Film und beste Regie.
  • Stellan Skarsgård und Renate Reinsve erhalten die Schauspielpreise für ihre Rollen in dem Film über komplizierte Familienbeziehungen.
  • Der iranische Regisseur Jafar Panahi warnt in seiner Eröffnungsrede vor der Gewalt gegen Demonstranten in seinem Heimatland.
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Warum sind Familien so kompliziert? Davon erzählt der Norweger Joachim Trier in seinem neuen Film und gewinnt dafür gleich mehrfach. Auch ein politisches Thema bestimmt den Abend.

Das Drama „Sentimental Value“ hat gleich sechs Europäische Filmpreise gewonnen, darunter die Auszeichnung für den besten Film. Der norwegische Filmemacher Joachim Trier erzählt darin von der komplizierten Beziehung eines Regisseurs zu seinen beiden Töchtern. Die Hauptdarsteller – der Schwede Stellan Skarsgård und die Norwegerin Renate Reinsve – gewannen beide Schauspielpreise. Trier selbst wurde für die beste Regie ausgezeichnet.

Fünf Auszeichnungen gingen an das Roadmovie „Sirât“ des französischen Regisseurs Oliver Laxe, darin machen sich ein Vater und sein Sohn in der Wüste auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Der deutsche Beitrag für die Oscars – „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski – gewann eine Auszeichnung für das beste Kostümbild, ging aber sonst trotz etlicher Nominierungen leer aus.

Die Eröffnungsrede hielt der iranische Regisseur Jafar Panahi („Ein einfacher Unfall“), der auf die Lage in seinem Heimatland hinwies. Die Regierung in Iran war zuletzt mit aller Härte gegen Demonstranten vorgegangen. „Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr“, sagte Panahi. Auch auf dem roten Teppich zeigten sich mehrere Filmschaffende solidarisch mit den Menschen in Iran.

Der Europäische Filmpreis, der abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt vergeben wird, wurde zum 38. Mal verliehen. Die etwa 5400 Mitglieder der Europäischen Filmakademie konnten – ähnlich wie bei den Oscars in den USA – über viele Preisträgerinnen und Preisträger abstimmen.

Als bester Dokumentarfilm wurde „Fiume o Morte!“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann („Szenen einer Ehe“).Ausgezeichnet wurden auch Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film. Die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher („Glücklich wie Lazzaro“) wurde für ihre Verdienste um den weltweiten Einfluss des europäischen Kinos geehrt.

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