Berlin/Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern sollen Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten nach mehrwöchiger Zwangsschließung unter Wahrung strenger Hygieneregeln wieder für Besucher öffnen. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach Beratungen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, wird sich das Kabinett in Schwerin damit befassen und auch einen Öffnungstermin festlegen. Die Einrichtungen benötigten einen gewissen zeitlichen Vorlauf, um sich vorzubereiten.
Wegen der coronabedingten Schließungen hatten sich einige Häuser auf virtuelle Ausstellungen in Internet verlegt, um den Kontakt zu den Kunstfreunden aufrecht zu erhalten. Zudem wurde die Verlängerung von Sonderausstellungen erwogen, um nach Wiederöffnung der Häuser Besuchern die Gelegenheit zu geben, die Exponate doch noch persönlich in Augenschein nehmen zu können.
Die Vorsitzende des Landesmuseumsverbandes, Kathrin Möller, hatte auf eine baldige Öffnung der Museen gedrungen, aber auch um zeitlichen Vorlauf gebeten. Dieser sei erforderlich, damit die Häuser Vorgaben etwa zu Obergrenzen für Besucher und Hygieneregeln umsetzen können.
Bund und Länder einigten sich zudem, dass auch Zoos und botanische Gärten unter Auflagen wieder öffnen können. In diesem Punkt ist Mecklenburg-Vorpommern anderen Bundesländern voraus. Zoos und Tierparks sind im Nordosten schon seit dem 20. April wieder geöffnet - allerdings mit Ausnahme von Tierhäusern wie das Darwineum in Rostock.
