bedeckt München
vgwortpixel

Schrumpfkopf-Auktion in Brüssel:"Wer so was kauft, muss einen kleinen Knall haben"

Schädelausstellung in Herne

Ein Schrumpfschädel der Jivaro-Indianer - hierbei handelt es sich nicht um den zur Auktion stehenden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das deutsche Auktionshaus Lempertz versteigert einen Schrumpfkopf. Geschäftsführer Henrik Hanstein erklärt, warum das überhaupt möglich ist - und was der Markt besonders schätzt.

"A Sculptor's Eye" lautet der Titel der Auktion am 24. Oktober. 300 Masken, Schilde, Schmuckstücke, vor allem aus Ozenanien und Afrika, sind an diesem Abend in der Brüsseler Filiale des deutschen Auktionshauses Lempertz im Angebot. Vielleicht entdecken Kenner in diesen Objekten tatsächlich das Auge des anonymen deutschen Bildhauers, von dem die Sammlung stammt. Allen anderen werden eher die menschlichen Köpfe auffallen: sechs geschmückte Schädel und ein Schrumpfkopf von den Jivaro, die in Ecuador und Peru lebten. Die Lippen sind mit Stricken zugenäht, die zu einem dicken, übers Kinn hängenden Zopf geflochten sind. Wirklich schockierend sind die Stränge grau melierten Haars, die in Wellen vom Schädel hängen. Wo mag der Rest des Körpers sein?

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Coronavirus
Wie das Virus eine Millionenstadt beherrscht
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Krebsforschung
Vertrauter Feind
Teaser image
Karriere
"Im Arbeitsleben sind wir keine Familie"
Teaser image
Paartherapeut im Interview
"Wenn die Liebe anfängt, wird es langweilig"