Seine Kapitel handeln von der erstaunlichen Plastizität der weiblichen Körperformen im Griff ihrer Epoche, von Frisuren, Schminke, Schmuck und der wechselnden Natur des Bades. Dieses kann ein staubtrockenes sein wie bei den Hühnern - so malt es François Boucher im Rokoko, wo die Morgentoilette im Abreiben mit Tüchern bestand, denn vom vielen Waschen wird die Haut so dünn, und darüber zog man Unterwäsche an, die peinlich rein gehalten wurde, "stellvertretend für den Körper", wie der stets angenehm knappe Begleittext nicht ohne Ironie vermerkt.

Bild: Sandmann Verlag/James Brereton (geb. 1954): Frau beim Strümpfeanziehen (1978) 18. April 2011, 10:572011-04-18 10:57:37 © SZ vom 18.4.2011/sueddeutsche.de/rus