Es gibt ein Fabelwesen, das Amphisbaena genannt wird und das sowohl vorne als auch hinten am Körper einen Kopf hat. So blickt es in die Zukunft und gleichzeitig immer zurück, und es kann wohl nicht anders, als dabei immer sich selbst in die Augen zu sehen. Die Werbung ist solch ein zweiköpfiges Wesen mit widerstreitenden Bewegungen, sie möchte Moden und Bedürfnisse im Voraus erahnen – und hetzt dabei doch ständig allem hinterher, ja, sie muss ununterbrochen im Laufen begriffen sein, um wenigstens mithalten zu können: Wie man sich heute kleidet, wie man spricht, wen man liebt.
Kolumne „Wie redet ihr denn?“„Schenke Gemeinsamzeit!“
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Die Werbung weiß, was es dieses Jahr zu Weihnachten geben soll: „Wieder-Momente“ und Gebrauchtes, das heißt jetzt „pre-loved“. Wer wird sich darüber freuen?
Von Teresa Präauer
