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Schauspiel:Viele Worte um einen Sprengsatz

Die Hauptrolle spielt im Grunde der Tisch, auf den hier alles kommt.

(Foto: Judith Buss)

An den Münchner Kammerspielen inszeniert Amir Reza Koohestani den Roman "Die Attentäterin"als Nahost-Edutainment mit Tendenz zur Rechtfertigung von Selbstmordanschlägen.

Selten wurde ein Selbstmordanschlag so poetisch beschrieben. Sihem hat das israelische Einkaufszentrum durchstreift als vermeintlich Schwangere. Ihren Sprengstoffgürtel hat sie selbst gezündet, das war ihr wichtig: zu entscheiden, wen sie mitnimmt. In diesem Fall sind es 17 Menschen, die meisten davon Kinder einer Geburtstagsparty. "Der Rest ist dann wie ein Gedicht: Dein Körper verwandelt sich in tausend spitze Pfeile, die in tausend Richtungen schießen."

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