Schauspiel Köln:Sehnsucht nach Besson

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"Ein von Schatten begrenzter Raum", inszeniert von Nuran David Calis, nach dem gleichnamigen Roman von Emine Sevgi Özdamar. (Foto: David Baltzer/David Baltzer)

Nuran David Calis wagt sich am Schauspiel Köln an die Adaption eines der großen literarischen Ereignisse der Gegenwart: Emine Sevgi Özdamars Roman "Ein von Schatten begrenzter Raum".

Von Max Florian Kühlem

Als vor zweieinhalb Jahren Emine Sevgi Özdamars jüngster Roman "Ein von Schatten begrenzter Raum" erschien, war das ein literarisches Ereignis: ein dickes, geschichts- und welthaltiges Buch, in dem die Autorin von ihrem Theaterkünstlerleben im Exil erzählt, immer auf der Suche nach einem Halt, nach einem Zuhause, das sie meistens in Menschen findet, manchmal in Dingen, nie in Orten. Seit ihrem Debüt "Mutterzunge" schreibt Özdamar in einer ganz eigenen Version deutscher Sprache, in die sich ein Leben zwischen der Türkei, Frankreich und Deutschland eingeschrieben hat - und eine Sehnsucht nach dem Arabischen als Sprache ihrer Vorfahren. Regisseur Nuran David Calis hat den Mut aufgebracht, am Schauspiel Köln eine Theateradaption dieses Romans als Uraufführung zu inszenieren, die knackig kurz ausfällt. Kann das funktionieren?

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