Faust, der Weltenbezwinger, der Titan, den keinerlei Furcht in die Schranken weist – nicht erst seit Me-too hat er an Glanz verloren, zumal Theatermacher in dem Wissbegierigen vermehrt den Frauenschänder gesehen haben. Also keine leichten Voraussetzungen, um einen neuen Blick auf den kanonischen Stoff zu werfen. Jan-Philipp Gockel ist jedoch genau dies gelungen, und zwar in einer monumentalen Premiere, die gleich „Faust 1 & 2“ in viereinhalb Stunden auf die Bühne des Schauspiels Frankfurt bringt.
TheaterFaust als Vordenker von KI
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Faust ist hier eine greise Puppe, die erst im zweiten Teil belebt wird.
Thomas AurinDas Schauspiel Frankfurt bringt Goethes „Faust 1 & 2“ an einem Abend auf die Bühne und zeigt: Es gibt tatsächlich noch neue Blickwinkel auf den kanonischen Stoff.
Von Björn Hayer
