Schauspiel Frankfurt:Mittagspause für die Tic-Maschine

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Schauspiel Frankfurt

Christian Hempel in "Chinchilla Arschloch, waswas. Nachrichten aus dem Zwischenhirn", einem Projekt der Gruppe Rimini Protokoll.

(Foto: Robert Schittko)

Mit "Chinchilla Arschloch, waswas" bringt Rimini Protokoll Tourette-Menschen auf die Bühne.

Von Jürgen Berger

Christian Hempel ist Mediengestalter und eher vorsichtig. Häufig, so sagt er, würde er andere Menschen vorwarnen: "Keine Absicht, ist nur Tourette." Das sei ihm lieber als dieses Gefühl, die Keule über dem Kopf zu spüren. Für den Musiker und Altenpfleger Benjamin Jürgens ist der Besuch einer Theatervorstellung ein Problem. Still sitzen müssen - und dann auch noch so viele Menschen. Bijan Kaffenberger dagegen scheint keine Scheu vor größeren Menschenansammlungen zu haben, sitzt er doch für die SPD im Hessischen Landtag. Bevor er das Wagnis einging, auf einer Theaterbühne zu stehen, stellte er Bedingungen: Er wollte nur jeden dritten Tag proben und endlich auch richtig schauspielern. Man durfte gespannt sein, wie das aussehen würde, schließlich ist er wie Hempel und Jürgens ein Laie der Bühnenkunst. Man könnte ihn aber auch als einen Schauspiel-Experten bezeichnen, muss er doch damit leben, dass sein Körper eine Bühne für Phänomene der besonderen Art ist.

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