LiteraturDie Wunde, die der Roman aufreißt, ist entsetzlich

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Schön sorgenfrei? Sommerfrische auf Elba in den 1970er-Jahren.
Schön sorgenfrei? Sommerfrische auf Elba in den 1970er-Jahren. Imago/Depositphotos

Tragisch-schön ist das Erwachsenwerden 1972 in Italien in Sandro Veronesis meisterhaftem Roman „Schwarzer September“. Doch dann beginnen in München die Olympischen Spiele.

Von Gustav Seibt

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Das Verlassen der Kindheit, der erste Schritt in die Welt der Erwachsenen, das heute in aller Welt Coming of Age genannt wird, ist ein universelles Schicksal. Es ergreift in jeder konkreten Gestalt, wenn es nur gut erzählt wird, denn es findet in jedem Menschenleben statt, wie Geburt und Tod. Und zwar im hellen Licht des Bewusstseins, denn es ist ja weithin ein Bewusstseinsvorgang, ein Aufwachen, eine seelische Erfahrung, trotz seiner unvermeidlichen leiblichen Grundlage. Oft ist es ein abrupter Bruch, ein Riss, eine individuelle Vertreibung aus dem Paradies, verbunden mit schockhaften Erfahrungen von Erkenntnis und Schuld, von Scham und Angst.

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Literatur
:Keine Zeile darf verloren gehen

Wer hinter dem Pseudonym Elena Ferrante steckt und schreibt, ist nach wie vor unbekannt. Ihr Essayband „An den Rändern“ verrät zumindest so viel: Sie ist eine leidenschaftliche Leserin. Vor allem von Büchern großer Frauen.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

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