BerlinaleSelig sind die Hosenträger

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Spiel mit den Hüllen: Sandra Hüller bei der Pressekonferenz zu Markus Schleinzers Film „Rose“, der im Wettbewerb der 76. Berlinale läuft.
Spiel mit den Hüllen: Sandra Hüller bei der Pressekonferenz zu Markus Schleinzers Film „Rose“, der im Wettbewerb der 76. Berlinale läuft. Gerald Matzka/Getty Images

Auf der Berlinale ist das Historiendrama „Rose“ zu sehen, über eine Frau, die sich im 17. Jahrhundert als Mann ausgibt. Ein kluger Film – und eine Ansage, wie Sandra Hüller mit ihrem neuen Weltstar-Status umgehen will.

Von Kathleen Hildebrand

Sehen sie es oder sehen sie es nicht? Zu Beginn von „Rose“ geht Sandra Hüller in der Titelrolle durch den Wald. Ihr Ziel ist eine Dorfgemeinschaft, der sie sich als Erbe eines brachliegenden Hofs vorstellt. Erben durften damals nur Männer. Sie sei Soldat, sagt Rose, die von Hüller gespielte Figur, sie hat eine fiese Narbe im Gesicht. Die Dokumente, die ihr Erbrecht belegen, zeigt sie vor. Sie spricht mit fester Sandra-Hüller-Stimme. Die Männer zweifeln, weil sie mit dem Hof etwas hergeben müssen an einen Fremden. Der Soldat ist kein Mann, wie sie ihn kennen. Würden sie ihm die Hose runterziehen, würden sie sich betrogen fühlen.

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