TheaterEin Text, zwei Schauspieler, sechs Stunden

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Becketts komplizierteste Texte funktionieren besser, wenn man sie gesprochen hört. Hier: Conor Lovett bei der Arbeit.
Becketts komplizierteste Texte funktionieren besser, wenn man sie gesprochen hört. Hier: Conor Lovett bei der Arbeit.
Grant Gee

Das hätte Samuel Beckett gefallen: Conor Lovett und Stephen Dillane durchkriechen seinen Text „How it is“ über den Wahnsinn menschlicher Existenz – in einem venezianischen Palazzo.

Von Alexander Menden

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Venedig am Abend, die Sonne überzieht das Dach der Chiesa del Volto Santo mit letztem Glanz, auf ihrem Turmkreuz landet eine Möwe und starrt nach Süden. Der Riesensaal im zweiten Stock des Palazzo Diedo ist jetzt in wunderbar pfirsichfarbenes Licht getaucht, doch Stephen Dillane und Connor Lovett robben noch immer verbal mit ihrem Jutesack voller Fischkonserven durch den Schlamm, kreisen um das Rätsel ihrer einsamen und zugleich multiplen Existenz: „Vor Pim schon lange vor Pim unendliche Zeiträume allerlei Gedanken dieselbe Familie vielfältige Zweifel Gefühle ja Gefühle …“

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Kunstbiennale von Venedig
:Bitte hinsetzen beim Pinkeln

So viel Symbolik! Die Extremperformerin Florentina Holzinger spielt mit Blut und Fäkalien, in japanischen Windeln landen nur QR-Codes – und der Sonderpreis für Zynismus geht an Russland. Ein Rundgang durch die Pavillons der Biennale.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

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