Salzburger Festspiele„Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!“

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Philipp Hochmair (Mitte) spielt auch dieses Jahr wieder den Jedermann bei den Salzburger Festspielen.
Philipp Hochmair (Mitte) spielt auch dieses Jahr wieder den Jedermann bei den Salzburger Festspielen.
Barbara Gindl/APA/dpa

Ein nackter Jedermann, ein geschasster Intendant und eine Frau, die den Laden am Laufen hält: ein Report von den Salzburger Festspielen. Erstmals äußert sich auch der abservierte Markus Hinterhäuser.

Von Christine Dössel

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Wüsste man nicht, dass der Intendant gefeuert wurde, könnte man von ganz normalen Salzburger Festspielen sprechen. Vielleicht sogar von besonders reiz- und anspruchsvollen, denn bisher rangiert das künstlerische Programm zwischen hochinteressant und höchst aufregend. Georges Bizets „Carmen“ etwa mit der fantastischen Asmik Grigorian unterläuft düster-todesschwanger jedes folkloristische Klischee dieser sattsam bekannten Oper. Trotz der herausfordernden Tanz- und Körperregie von Gabriela Carrizo („Peeping Tom“) gibt es auf diese Produktion einen irrsinnigen Run, und auch das gesellschaftliche Drumherum läuft wie am goldenen Schnürl.

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