Salzburger Festspiele:Extremist für den Dom

Fotoprobe ´Peer Gynt"

Lars Eidinger (als Peer Gynt) bei einer Fotoprobe an der Schaubühne.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

"Unbeschreibliche Ehre": Der Schauspieler Lars Eidinger wird der neue Salzburger Jedermann.

Von Christine Dössel

Die Salzburger Festspiele bekommen einen neuen Jedermann: Der Schauspieler Lars Eidinger wird im nächsten Jahr die prominente Rolle auf dem Domplatz übernehmen. Er löst Tobias Moretti ab, der seinen Rückzug als Todeskandidat in Hugo von Hofmannsthals alljährlichem "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" schon länger angekündigt hat. Die Inszenierung von Michael Sturminger bleibt aber die alte, brave. Die mit dem Vorhang, der LED-Rahmung und Jedermann als Patient. Es dürfte spannend werden, wie der exaltierte Eidinger den Rahmen sprengt. Der 44-jährige Berliner ist ein Schauspielextremist, nicht ohne sein Ego zu buchen. An der Berliner Schaubühne brilliert er als Hamlet, Richard III., Peer Gynt. In der Serie "Babylon Berlin" ist er der genialisch gestörte Alfred Nyssen.

Am Jedermann reizt Eidinger das Gleiche wie an Hamlet oder Peer Gynt: "die Auseinandersetzung mit dem Ursächlichen, das, was ihn zum Menschen macht". Insgeheim habe er immer gehofft, für die Rolle angefragt zu werden, sagt Eidinger gegenüber der SZ. Er empfinde es als eine "unbeschreibliche Ehre", sich einzureihen in die Riege all der Schauspielgrößen, die diese Rolle in den vergangenen hundert Jahren gespielt haben. Er möchte ihn im wortwörtlichen Sinn als Jedermann begreifen: "Als mich, als uns. Wir sind Jedermann." Die Buhlschaft an seiner Seite steht auch schon fest. Es ist die 33-jährige Salzburgerin Verena Altenberger, bekannt als Ermittlerin im Münchner "Polizeiruf 110".

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