Salzburg:Salzburg: „Liliom“ mit Hamburger Schauspielern gefeiert

Salzburg/Hamburg (dpa) - Mit einer sozial engagierten und technisch aufwendigen Neuinszenierung von Ferenc Molnárs dramatischer Milieustudie "Liliom" hat der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó am Samstagabend bei den Salzburger Festspielen sein gefeiertes Debüt gegeben. In der Titelrolle des Frauenhelden Liliom, eines windigen Rummelplatzgehilfen, war Jörg Pohl zu erleben, Mitglied des Ensembles des Hamburger Thalia-Theaters, mit dem das Stück koproduziert wurde. An seiner Seite spielte Maja Schöne, ebenfalls fest am Thalia-Theater engagiert, Lilioms Geliebte Julie.

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Salzburg/Hamburg (dpa) - Mit einer sozial engagierten und technisch aufwendigen Neuinszenierung von Ferenc Molnárs dramatischer Milieustudie „Liliom“ hat der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó am Samstagabend bei den Salzburger Festspielen sein gefeiertes Debüt gegeben. In der Titelrolle des Frauenhelden Liliom, eines windigen Rummelplatzgehilfen, war Jörg Pohl zu erleben, Mitglied des Ensembles des Hamburger Thalia-Theaters, mit dem das Stück koproduziert wurde. An seiner Seite spielte Maja Schöne, ebenfalls fest am Thalia-Theater engagiert, Lilioms Geliebte Julie.

In der alten Salzsiedehalle der Perner-Insel in Hallein, der Off-Spielstätte der Festspiele, agierten alle Schauspieler mit vollem Körper- und Stimmeinsatz und wurden ebenso heftig beklatscht wie zwei Industrieroboter, die die Bühnenszenerie unter leisem Surren vor den Augen der Zuschauer mit diversen Requisiten komplettierten.

Mundruczó schildert das Stück aus der Rückschau: Liliom hat sich das Leben genommen und muss vor dem Jüngsten Gericht, einer Abordnung gesellschaftlicher Außenseiter, Rede und Antwort stehen. Alle Versuche, den prügelnden Draufgänger zu Reue und Umkehr zu bewegen, scheitern jedoch. Als hoffnungsloser Fall darf Liliom nach 16 Jahren auf die Erde zurückkehren, wo er erstmals seine Tochter Luise trifft, gespielt von der vom Down-Syndrom betroffenen Schauspielerin Paula Karolina Stolze. Erst der Kontakt mit dem jungen Mädchen macht ihn zu einem besseren Menschen.

Das Drama des ungarischen Schriftstellers und Journalisten Ferenc Molnár kam 1909 in Budapest heraus und fiel zunächst durch. Erst in der Bearbeitung des österreichischen Kaffeehausliteraten Alfred Polgar, der die Handlung in den Wiener Prater verlegte, wurde „Liliom“ zu einem Bühnenklassiker.

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