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Stefan Sagmeister im Interview:Schönheit ist kein Irrtum

Ausstellung: Sagmeister & Walsh: Beauty

Stefan Sagmeister und Jessica Walsh sind ab dem 10. Mai mit einer Ausstellung über das Thema Schönheit im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen.

(Foto: John Madere)

Der Designer ahnt, warum niemand Urlaub unter Autobahnabfahrten verbringt und die Menschen auf Twitter so aggressiv agieren. Ein Gespräch über die neue Wertschätzung der Ästhetik.

Interview von Andrian Kreye

Stefan Sagmeister gehört neben Tibor Kalman und Bruno Munari zu den wichtigsten Designern, die die Grenze zwischen Grafikdesign und Kunst infrage stellen. Ursprünglich in Wien, ab 1993 in New York, wurde er vor allem mit Werken bekannt, aus denen Kunsthistoriker den Geist des Punk herauslasen. Mit dem Plakat für einen Vortrag 1999 in Detroit zum Beispiel, für das er sich den Einladungstext auf den eigenen Körper ritzen ließ. Oder mit seiner Wand aus Bananen für die New Yorker Galerie "Deitch Projects", die im gestaffelten Verfaulungsprozess einen Schriftzug ergaben. Seine bekanntesten kommerziellen Arbeiten sind Plattencover. Sagmeister arbeitete für die Rolling Stones, Lou Reed und Jay Z. Er bekam Grammys für Cover der Talking Heads und Brian Eno. 2018 lieferte er seine erste multimediale Arbeit über das Thema Glück ab, zu der ein Film und eine Ausstellung gehörten. Am 10. Mai eröffnet eine Ausstellung über das Thema Schönheit im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt, die er gemeinsam mit seiner Design-Partnerin Jessica Walsh entworfen hat.

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