Rostock:Archäologisches Landesmuseum nimmt Gestalt an

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Nach jahrelangen Debatten und einer schwierigen Standortsuche nimmt das Archäologische Landesmuseum für Mecklenburg-Vorpommern Gestalt an. Am Mittwoch wurde in...

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Rostock (dpa/mv) - Nach jahrelangen Debatten und einer schwierigen Standortsuche nimmt das Archäologische Landesmuseum für Mecklenburg-Vorpommern Gestalt an. Am Mittwoch wurde in Rostock der Siegerentwurf für das Millionenprojekt prämiert. Unter den 20 Einsendungen zu einem internationalen Architekturwettbewerb wählte die Jury den Entwurf eines dänisch-deutschen Planerteams aus, der damit Grundlage für weitere Planungen werden kann.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) fasste seine Eindrücke von dem Entwurf in einem Satz zusammen: „Der Bau erinnert nicht an ein klassisches Museum, sondern eher an eine geöffnete Schatztruhe.“ Der von hochwertigem Backstein dominierte Entwurf überzeuge als Hommage an die Gebäudestruktur am Stadthafen und als Bereicherung für die Stadtsilhouette.

Das Museum soll auf einer Fläche von 3620 Quadratmetern Ausstellungs- und Tagungsbereiche, Räume für Museumspädagogik und ein Café vereinen. „Ich bin überzeugt, das Archäologische Landesmuseum wird einer der Besuchermagneten in der Hansestadt Rostock werden“, betonte Kulturministerin Bettina Martin (SPD) bei der Präsentation der Wettbewerbsbeiträge in Rostock. 12 000 Jahre Landesgeschichte würden an einem Ort vereint.

Das Projekt setze die Reihe großer und bedeutender Museumsbauten im Land fort, ließ Finanzminister Heiko Geue (SPD) als oberster Bauherr mitteilen. Als Beispiele führte er unter anderem das Ozeaneum in Stralsund und das Pommersche Landesmuseum in Greifswald an. Mit dem Archäologischen Landesmuseum werde im Anschluss an die für 2025 in Rostock geplante Bundesgartenschau in der Hansestadt eine „weitere Perle Mecklenburg-Vorpommerns entstehen“. Mit dem Baubeginn wird für 2026, mit der Fertigstellung für 2030 gerechnet.

Als einziges Bundesland verfügt Mecklenburg-Vorpommern aktuell über kein Archäologisches Landesmuseum. Mehr als 20 Jahre lang hatte das Land nach einem Standort gesucht und 2017 Rostock den Zuschlag gegeben. Der Museumsbau soll am Rostocker Stadthafen errichtet werden.

Die Baukosten werden jüngsten Angaben zufolge mit 45 Millionen Euro veranschlagt. Noch einmal 5 Millionen seien für die museale Erstausstattung und weitere 5 Millionen für mögliche Baukostensteigerungen vorgesehen, hieß es. 40 Millionen Euro trägt das Land, 15 Millionen die Stadt Rostock. „Mit dem Museum wird Rostock ein neues Wahrzeichen bekommen, das weit über unsere Stadt- und Landesgrenzen hinausstrahlt“, zeigte sich OB Madsen sicher.

© dpa-infocom, dpa:220215-99-143752/4

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