NachrufDer Vorreiter

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„Ich finde es wichtig, sich zu emanzipieren, und nehme es Prominenten übel, wenn sie sich nicht outen, obwohl sie ein Vorbild sein könnten“: Rosa von Praunheim.
„Ich finde es wichtig, sich zu emanzipieren, und nehme es Prominenten übel, wenn sie sich nicht outen, obwohl sie ein Vorbild sein könnten“: Rosa von Praunheim. Jörg Carstensen/dpa

Als Aktivist läutete Rosa von Praunheim das Queer-Zeitalter in der spießigen Bundesrepublik ein und outete Prominente ohne deren Einverständnis. Was darüber fast vergessen wird: Er war auch ein prägender Regisseur. Ein Abschied.

Von David Steinitz

Es war vermutlich nur eine charmante Lüge, die der Workaholic Rosa von Praunheim kurz vor seinem 80. Geburtstag erzählte. Aber sie beschreibt doch sehr schön sein Wesen und seinen Humor. Praunheim behauptete, er beschäftige einen jungen Mann, der ihm täglich von elf bis 15 Uhr beim Kreativsein zuschauen müsse. Das sei sein Patentrezept gegen Müßiggang: „Manchmal möchte ich lieber Mohrrüben schälen oder mit dem Fahrrad in den Tiergarten fahren, aber wenn jemand bei mir herumsitzt und dafür bezahlt wird, muss ich etwas tun. Das wäre sonst schade.“

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