Buchtipps zu WeihnachtenDie besten Romane zum Fest

Eine Erzählung aus dem Höllenschlund des Patriarchats, eine Meditation über die Absurdität des Krieges und der politische Roman der Zeit über die Finanzwelt. Empfehlungen aus der Redaktion.

Von SZ-Autoren

Angelika Klüssendorf: Jahre später

Das Vergangene ist immer gegenwärtig, tritt geisterhaft in die Gegenwart, als Erinnerung, Tagtraum, Déjà-vu. Der Vater soff und schlug die Mutter, die Mutter prügelte die Kinder. Die Erziehungsmaschinerie der DDR schob April dahin und dorthin, nährte in ihr einen Kobold, der sich Anweisungen reflexartig widersetzte. "Jahre später" ist ein kunstvoll konzentrierter, suggestiver, hochironischer Gesellschaftsroman. Auch wer die Vorgänger "Das Mädchen" (2011) und "April" (2014) nicht kennt, versteht die Heldin im neuen Roman sofort.

Lesen Sie hier die ausführliche Rezension von Jens Bisky.

12. Dezember 2018, 13:382018-12-12 13:38:30 © SZ.de/cag/jlag/stein