RomanKrieg ist leider nicht sinnlos

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Als Romain Gary, hier im Jahr 1956, den Prix Goncourt für seinen Roman „Les racines du ciel“ bekam, war er schon eine Weltberühmtheit.
Als Romain Gary, hier im Jahr 1956, den Prix Goncourt für seinen Roman „Les racines du ciel“ bekam, war er schon eine Weltberühmtheit. (Foto: AFP)

In den Schützengräben des Donezk stirbt es sich heute vermutlich nicht anders als damals in den litauischen Wäldern: Der verschollene Partisanenroman „Europäische Erziehung“ des Luftwaffenpiloten und Schriftstellers Romain Gary liest sich jetzt wieder wie neu.

Von Thomas Steinfeld

An einem dunklen, nassen Septembermorgen, mitten in den litauischen Wäldern, legen ein Vater und sein jüngster Sohn ein Versteck an. Sie schaufeln eine Grube, bedecken sie mit der Tür eines Eisenbahnwaggons und richten in der Tiefe eine Feuerstelle ein. Eine Matratze wird auf dem Boden ausgebreitet, zehn Säcke Kartoffeln sollen als Nahrung für den Winter reichen. Am Ende breiten sie frisches Reisig auf das Versteck, in dem der Vierzehnjährige soll überleben können, allein, bis die Deutschen das Land verlassen haben.

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