Doch schon bald sollte Roberts Leben die erste tragische Wendung nehmen: 1826 starb sein Vater und so verlor er schon früh einen seiner wichtigsten Ratgeber und Förderer. 1828, nach Beendigung des Abiturs, beugte sich Schumann dem Wunsch seiner Mutter und studierte Jura in Heidelberg und Leipzig - allerdings ohne große Neigungen. Er bewarb sich bei Friedrich Wieck, einem bekannten Klavierprofessor - und er willigte ein, Schumann zu unterrichten. Der junge Mann aber ging zu ungeduldig an das Üben heran, so dass eine auftretende Fingerlähmung seine Karriere als Pianist abrupt beendete. Umso intensiver widmete Schumann sich daraufhin dem Komponieren. Er unterrichtete sich selbst, nachdem er sich nach kurzem Studium bei Heinrich Dorn in seinem freien Denken eingeschränkt gefühlt hatte.

Bild: ag.ddp 8. Juni 2010, 10:042010-06-08 10:04:29 © sueddeutsche.de/fris