Als an der Berliner Schaubühne neulich bei Shakespeares „Richard III.“ dem Hauptdarsteller Lars Eidinger der Degen aus der Hand rutschte und eine Dame in der ersten Reihe verletzte, war das ein Unfall, wie er im Theater höchst selten passiert. Der Griff der fliegenden Waffe traf die Zuschauerin am Kopf; sie blutete leicht. Eidinger reagierte vorbildlich: entschuldigte sich sofort, brach die Vorstellung ab und ließ die Frau von der Theaterärztin versorgen. Nichts Dramatisches also. Ein bedauerlicher Betriebsunfall, professionell gehandhabt.
TheaterBegib dich in Gefahr!
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Natürlich kann man daheim auf dem Sofa sitzen bleiben. Oder man wagt sich ins Theater und lässt sich erschüttern – manchmal auch anschreien und bespucken. Über die Risiken und Nebenwirkungen einer einzigartigen Live-Kunstform.
Von Christine Dössel
