"Anselm - Das Rauschen der Zeit" im Kino:Die Heiligsprechung

"Anselm - Das Rauschen der Zeit" im Kino: Völlig losgelöst: Anselm Kiefer in einer Szene aus "Anselm".

Völlig losgelöst: Anselm Kiefer in einer Szene aus "Anselm".

(Foto: DCM)

Wim Wenders ertränkt in einem 3-D-Dokumentarfilm das Werk des Künstlers Anselm Kiefer in romantischer Sentimentalität.

Von Philipp Bovermann

Eine Hebebühne fährt vor einer gewaltigen Leinwand hoch, ein kleiner Mann steht darauf, es ist Anselm Kiefer, der "Großkünstler", wie er häufig genannt wird. Wim Wenders hat die Kamera aufstellen lassen. Er will den Maler und Bildhauer über sein Werk kennenlernen. Ein Film "ohne Meinung" solle "Anselm - Das Rauschen der Zeit" werden, sagte Wenders bei einer Vorführung in München, die Meinung sei "das Unbrauchbarste". Deshalb hat er keine Interviews gedreht, sondern sich ganz auf seine Intuition verlassen, die läuft unter Großkünstlern vermutlich nicht als Meinung.

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