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Retrospektive:Traumfrauen

Die Retrospektive der Berlinale entdeckt die Leinwandheldinnen der fünfziger Jahre neu - in 45 Filmen mit 30 Schauspielerinnen aus den USA, Europa und Japan.

"Thema ist das Bild der Frau, wie es sich durch die Weltstars der fünfziger Jahre vermittelt hat", sagt Hans Helmut Prinzler, Leiter der Retrospektive. "Viele Schauspielerinnen spielen selbstbewusste, durch existentielle Erfahrungen geprägte Charaktere, die sich in einer Männerwelt behaupten wollen. Das knüpft unmittelbar an unsere erste Retrospektive an, mit der wir 1977 Marlene Dietrich geehrt haben."

Leinwandheldinnen

Ein Bild von einer Frau

Neben Ikonen des Hollywood-Films wie Audrey Hepburn, Grace Kelly, Marilyn Monroe und Elizabeth Taylor machten damals junge Schauspielerinnen aus Japan (Setsuko Hara), Schweden (Harriet Andersson), Ungarn (Mari Töröcsik) und der UdSSR (Tatjana Samoilowa) auf internationalen Filmfestivals auf sich aufmerksam und wurden zu Publikumslieblingen.

Europäerinnen wie Hildegard Knef, Anna Magnani und Jean Simmons gingen nach Amerika. Hollywood-Legenden wie Ingrid Bergman starteten auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes eine zweite Karriere in Europa. Brigitte Bardot und Melina Mercouri verkörperten ein neues Lebensgefühl und wurden zu Idolen einer ganzen Generation.

"Auf der einen Seite Aufbruch und Fortschritt, auf der anderen Nostalgie und Prüderie. Auch die Frauenbilder, die durch die großen weiblichen Stars dieser Zeit geprägt wurden, reflektieren dieses spannungsgeladene Jahrzehnt", kommentiert Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

Mit den "Traumfrauen" feiert die Retrospektive, die seit 1977 von der Deutschen Kinemathek in Berlin verantwortet wird, ihr 30. Jubiläum