Residenztheater München:Die Chemie stimmt nicht

Das Münchner Residenztheater eröffnet die Saison mit einer lauen Inszenierung von Gorkis Drama "Kinder der Sonne".

Von Christine Dössel

Das Münchner Residenztheater nimmt in der neuen Spielzeit, der siebten unter Martin Kušej, sich und seine Zuschauer unter die Lupe: "Wer ist wir?", steht als Grundsatzfrage über der neuen Saison. Tja, wer sind wir? Lisa, die kränkliche Schwester des Chemikers Protassow in Maxim Gorkis Drama "Kinder der Sonne", hat darauf die klarste Antwort, weshalb die zarte Mathilde Bundschuh diese gleich zweimal gibt, einmal direkt ins Publikum: Blind seien wir, satt und gut gekleidet, weit weg vom Leben der einfachen Leute. Sie hingegen habe den blanken Hass auf der Straße gesehen, rasende Bestien, die sich gegenseitig abgeschlachtet haben. "Sie hassen euch", weissagt die Kranke wie eine seltsame Heilige, "weil ihr euch entfremdet habt und ihr hartes unmenschliches Dasein ignoriert. Ihr Hass ist blind, aber ihr provoziert ihn, und er wird euch vernichten!"

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