Rekord für Lichtenstein-Bild Millionen für eine Sprechblase

Bilder von Roy Lichtenstein kosten ein Vermögen - nun ist der Rekord für ein Werk des Pop-Art-Künstlers gefallen: "I Can See the Whole Room... and There's Nobody in It!" ging beim Auktionshaus Christie's in New York für 43,2 Millionen Dollar an einen neuen Eigentümer. Der bisherige Höchstpreis für einen "Lichtenstein" lag bei 42,6 Millionen Dollar.

Kaum haben die Herbstauktionen der großen New Yorker Kunsthäuser begonnen, gibt es auch schon Rekordpreise zu vermelden. Für das 1961 entstandene "I Can See the Whole Room... and There's Nobody in It!" des Popart-Künstlers Roy Lichtenstein wurden am Dienstagabend bei Christie's 43,2 Millionen Dollar (etwa 31,3 Millionen Euro) gezahlt. Das sind 600.000 Euro mehr als der bisherige Höchstpreis für ein Gemälde von Lichtenstein. 42,6 Millionen waren für "Ohhh... Alright..." von 1964 gezahlt worden - fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor auf den Herbstauktion von Christie's 2010.

"I Can See the Whole Room... and There's Nobody in It!" stammt aus dem Jahr des Durchbruchs von Roy Lichtenstein auf dem Kunstmarkt. "Look Mickey", auf dem Mickey Mouse und Donald Duck auf einem Bootssteg dargestellt sind, hatte 1961 Imitation der industriellen Drucktechnik und vor allem die aus den Comics bekannten Sprechblasen bekannt gemacht. Als Experiment gestartet, begeisterte sich Lichtenstein zunehmend für diese Idee, die ihn schließlich dazu brachte, mit den Traditionen der klassischen Malerei zu brechen.

Einen weiteren Höchstpreis bei der Auktion am Dienstagabend erzielte "Silver Liz" von Andy Warhol. Mit "I can See the Whole Room... and There's Nobody in It!" war es eines von dreizehn Kunstwerken, das Höchspreise erzielen konnte. Bei Warhol hatte sich Christie's 16 bis 19 Millionen Dollar erhofft, 16,3 Millionen wurden es am Ende für das 1963 entstandene Werk.

Das etwa ein mal ein Meter große Bild aus der legendären "Liz"-Serie des Pop-Art-Künstlers zeigt das Porträt der jungen Schauspielerin Elizabeth Taylor. Zuletzt war im Mai das "Liz #5" aus der gleichen Serie versteigert worden. Es brachte bei Phillips de Pury stattliche 27 Millionen Dollar.

Zwei Tage lang konzentrieren sich die Auktionen in New York auf Nachkriesgs- und zeitgenössische Kunst. Die Pop-Art steht dabei im Mittelpunkt.Ganze 91 Werke wurden allein gestern angeboten, nur neun wurde nicht verkauft. Die Preise waren entsprechend hoch und summierten sich am Ende des Abends auf 247,6 Millionen Dollar (etwa 179,7 Millionen Euro).