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Regisseur Albert Serra:"Versailles ist heute Disneyland"

Der Katalane, gerade mit seinem Film "Der Tod von Ludwig XIV." im Kino und bald als Regisseur an Chris Dercons neuer Volksbühne, über Plastik-Historie, Organversagen und Libertinage.

Albert Serra

Der katalanische Regisseur Albert Serra (rechts) inszeniert die Nouvelle-Vague-Legende Jean-Pierre Léaud in der Rollen des sterbenden Sonnenkönigs und Perückenmonsters Ludwig XIV.

(Foto: Joaquim Sapinho)

Seine provokativen Neuinterpretationen von Don Quichotte, Casanova und den Heiligen Drei Königen haben Furore gemacht, damit hat sich der Filmregisseur Albert Serra in den vergangenen zehn Jahren als Ausnahmetalent und Querkopftemperament etabliert. Auch für seinen Film "Der Tod von Ludwig XIV." (derzeit im Kino, siehe SZ vom 29. 06.) richtet Serra den Blick wieder in die Vergangenheit, mit Nouvelle Vague-Veteran Jean-Pierre Léaud in der Rolle des langsam sterbenden Sonnenkönigs. Im Frühjahr wird Serra Historisches für die neue Volksbühne unter Chris Dercon inszenieren. Wir trafen den exzentrischen Katalanen vorige Woche im historischen Wiener Metro-Kino, auch wenn sich Serra lieber zu Zeiten des Römischen Reiches getroffen hätte, alleine der Kostüme wegen.

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