Rainald Goetz wird 70:Legt die Rasierklingen weg

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In "Reich des Todes" schreibt Goetz über 9/11 und die Folterungen in Abu Ghraib. Inszeniert hat es hier Karin Beier am Schauspielhaus Hamburg. (Foto: Arno Declair)

Rainald Goetz schrieb Theaterstücke voll Furor, Melancholie und Hass, kommentierte gnadenlos das öffentliche Sprechen. Seit Neuestem aber gibt er sich geradezu milde.

Von Till Briegleb

Schon Anfang der Neunziger saß Rainald Goetz in den Premieren seiner Stücke und war begeistert, lachte, sprach Textstellen mit. Das war in Hamburg, am Deutschen Schauspielhaus, wo Frank Baumbauer seine Intendanz nicht nur mit Christoph Marthaler und Jossi Wieler, Goethe und Elfriede Jelinek begann, sondern auch mit einem Riesenprojekt Goetz. Drei Stücke, drei Formen, drei Regisseure und erstaunlicherweise keiner davon von Haus aus popverdächtig. Anselm Weber inszenierte gleich die erste Nacht der neuen Leitung im Oktober 1993 mit "Kritik in Festung" für Zuschauer auf der Bühne hinter dem Eisernen Vorhang. Ein rauschhaftes Laberstück war das über Familie, Gewalt und Scham, oder wie es in dem Text hieß: "La nge wei le, Enge, Terror, KUNST".

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