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Rahel Varnhagen:Die Freidenkerin

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Jüdin, Feministin, Geistesriesin: Die Schriftstellerin Rahel Varnhagen (1771-1833) beeinflusste mit ihrem Salon in Berlin das literarische Leben.

(Foto: imago/Leemage)

Sie schrieb Briefe, wie andere Leute atmen, hasste das Klischee - und Hannah Arendt entdeckte in ihr eine Seelenverwandte: Zum 250. Geburtstag der Schriftstellerin Rahel Varnhagen.

Gastbeitrag von Michael Maar

Hört, wie sie zetert! Der Ehemann August teilt ihr mit, taktlos genug, was ihr Salongast Clemens Brentano über sie verbreitet. Sie antwortet: "Er spricht ja mit einem wütenden Wünschen von meinem Tod, als wär' ich eine böse alte Kaiserin, die ein Serail von jungen Schönheiten hätte totmartern lassen, worunter ihm eine Geliebte war. Er ist ein Esel; und weiter nichts. Und sag mir um Gottes willen, wo nimmt er das her, daß ich so sehr ambitioniere, unglücklich sein zu wollen? Hunger wünscht er mir auch, sous cape. Ich habe mich sehr geärgert - nachher die Ursach - aber zweimal mußt' ich doch lachen; als er sagte, 'ich sei sitzen geblieben' - und 'ich sei nicht schön', damit meint er häßlich."

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