LiteraturEine Dichterin nervt die Nation

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Radka Denemarková, geboren 1968, lebt in Prag. Mit ihrer literarischen Arbeit kritisiert sie Nationalismus und Geschichtsvergessenheit und ist dafür inzwischen mit vielen Preisen ausgezeichnet worden.
Radka Denemarková, geboren 1968, lebt in Prag. Mit ihrer literarischen Arbeit kritisiert sie Nationalismus und Geschichtsvergessenheit und ist dafür inzwischen mit vielen Preisen ausgezeichnet worden. Karel Cudlín

Ist es eine Reportage, ein Leitartikel, ein feministisches Manifest oder doch ein Roman? Mit Radka Denemarkovás „Schokoladenblut“ lässt man sich jedenfalls auf eine lebensverändernde Zeitreise ein.

Von Viktoria Großmann

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Die Ursprünge allen derzeitigen Übels, so die Theorie, die die tschechische Autorin Radka Denemarková in ihrem neuen Buch entfaltet, liegt im 19. Jahrhundert: Nationalismus, Turbo-Kapitalismus und auch die Eisenbahn wurden damals erfunden. Mit ihr fahren die Leser durch die lange Epoche zwischen 1789 und 1914. „Tsu tsu tsu, zuckelt durch die Zeit der Zug“, so der Refrain des Textes.

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