Radiohead in MadridWie ein verliebter Goldwolf

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In der Musik von Radiohead arbeitet, fermentiert und brodelt etwas. Spürbar wird das im Live-Stimmloop des Lead-Sängers Thom Yorke.
In der Musik von Radiohead arbeitet, fermentiert und brodelt etwas. Spürbar wird das im Live-Stimmloop des Lead-Sängers Thom Yorke. (Foto: El Universal/México/IMAGO/Newscom / GDA)

Grooves gegen den Herzrhythmus, fauchbratzende Synthies: Die Band „Radiohead “startet in Madrid ihre lange erwartete Europatour. Und beweist, wie wichtig das Risiko in der Musik bleibt.

Von Joachim Hentschel

Alle haben gewartet, so wahnsinnig lang. Und so überaus geduldig. Und dann kommt der erste, komplett perfekte Radiohead-Moment ganz plötzlich und unerwartet. Grelle Bilder flackern über die Großbildschirme in der Movistar-Arena in Madrid. „Exit“-Symbole leuchten auf, Piktogramme von kleinen, rennenden Menschen, die von Parkverbotszeichen geblockt werden. Aus den Boxen donnern Bässe und Breakbeats, eine Frequenzwelle weiter oben hört man eine Stimme, die in freundlicher Seelenruhe von Gefahr und Flucht spricht. Es wird sogar ein Männchen eingeblendet, das alles in Gebärdensprache übersetzt.

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