Aktuelle Nachrichten in der Süddeutschen Zeitung

ANZEIGE

Radar Nobles Salzburg

Abbildung des "Doppelkopf" von Gudrun Baudisch

(Foto: Galerie in der Albertina)
Die Art & Antique ist das Beiprogramm zu den Festspielen. Alpenländische Volkskunst und Kunst um 1900 sind ihre Stärken.
Von Dorothea Baumer

Die Musik steht im Mittelpunkt der Salzburger Osterfestspiele, doch für das schönste Begleitprogramm ist die Kunst- und Antiquitätenmesse Art & Antique in der Residenz zuständig. 40 Händler mit Werken von der Antike bis heute sind dort bis Ostermontag zu Gast. Die Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das Wien um 1900 und die alpenländische Volkskunst in ihren noblen Ausprägungen sind besonders stark vertreten.

ANZEIGE

Eines der ältesten Werke bietet Bacher: den römischen Marmorkopf eines Satyrs aus dem ersten Jahrhundert. Spätgotische Figuren wie einen Heiligen Petrus und eine Südtiroler Mondsichelmadonna haben Runge und Figl im Sortiment; historisches Glas wie einen großen Goldrubin-Flakon aus dem 17. Jahrhundert bietet Kovacek Spiegelgasse.

Auch an kostbaren Möbeln fehlt es nicht: Da ist das üppige Schnitzwerk eines Pienzgauer Zirbenschranks des 18. Jahrhunderts unter ländlichen Artefakten bei Wimberger; die Rokoko-Kommode aus der Werkstatt eines Pariser Meisters bei Christian Eduard Franke-Landwers; oder der 1905 von Josef Hoffmann entworfene Schreibtisch am Stand der Galerie bei der Albertina Zetter. Dort ist die Wiener Moderne auch in anderen kunsthandwerklichen Formen vertreten, etwa mit Keramik von Gudrun Baudisch Die Moderne-Heroen Gustav Klimt, Egon Schiele und Koloman Moser werden mit Papierarbeiten präsentiert.

Besonders breit ist das Angebot an Malerei. Vom Biedermeierstillleben bis zu den unverkennbaren Schneelandschaften Alfons Waldes bei Freller ist alles vertreten. Auch die österreichische Nachkriegsmoderne übrigens, die Wienerroither & Kohlbacher mit dem Riesenformat "Oktober" (1987) von Max Weiler feiert.

ANZEIGE