Radar Das andere Salzburg

Abbildung von Alexander Calder "Many Loops one Black" aus dem Jahr 1972.

(Foto: Galerie Thomas Salis)

Während der Festspiele gibt es auch Kunst zu sehen: Bei der Sommerausgabe der Art & Antique und beim Kunstsalon Art Salzburg.

Von Dorothea Baumer

Kunst auf hohem Niveau zur Festspielzeit bietet der Kunstsalon Art Salzburg. Zum vierten Mal haben die sechs in Wien und Salzburg ansässigen Händler der Initiative in den malerischen Räumen der Sala Terrena ihre exklusive Verkaufsschau eingerichtet, die Werke der Klassischen Moderne und Zeitgenossen zeigt. Ihre Inszenierung feiert gekonnt das einzelne Werk und macht als Zusammenschau erhellende Bezüge über Zeiten und Stile hinweg erlebbar. Expressive Fingermalerei des Wiener Avantgardisten Arnulf Rainer bei Ruberl misst sich hier mit deutscher Zero-Kunst von Günther Uecker bei Beck & Eggeling, eine pastorale Szene von Pablo Picasso bei Wienerroither & Kohlbacher mit einem rauen skulpturalen "Passstück" von Franz West bei Konzett, das abstrakte Rätselbild "Masque" von Max Ernst bei Salis mit dem verklärenden Zauber einer Modefotografie von Horst P. Horst bei Faber. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Ensemble von Skulpturen, darunter Werke von Bruno Gironcoli, Heinz Mack und George Rickey, im angrenzenden Hof Dietrichsruh, sowie einer Soloschau mit Arbeiten von Alexander Calder in der Galerie Salis (bis 26. August).

Im Hof der Salzburger Residenz erwarten die zehn Händler der Sommerausgabe der Art & Antique ihr Publikum. Bei Bacher sind etwa antike Sammlerstücke zu finden, darunter ein fein patinierter griechischer Bronzehelm aus dem fünften Jahrhundert vor Christus. Das Skulpturenangebot reicht von spätgotischen Heiligenfiguren wie einer großen Elisabeth bei Runge bis zur Kuriosität einer Skulpturenuhr in Form einer Fregatte aus dem 19. Jahrhundert bei Lilly's. Russische und griechische Ikonen beim Spezialisten Brenske zählen zu den ältesten Malereien, Papierarbeiten von Marino Marini (Galerie Française) und Karel Appel (Kolhammer & Mahringer) aus den Fünfzigern und Sechzigern zu den jüngsten (bis 19. August).