Pussy Riot:"Es gibt keine Freiheit, wenn man nicht täglich um sie kämpft"

Lesezeit: 5 min

Pussy Riot: Marija Aljochina (re.) in den Münchner Kammerspielen.

Marija Aljochina (re.) in den Münchner Kammerspielen.

(Foto: Florian Peljak)

Denkwürdiger Zorn und fantastische Energie: In den Münchner Kammerspielen steht Maria Aljochina mit ihren Mitstreiterinnen von Pussy Riot auf der Bühne. Sie ist geflohen, um gehört zu werden. Was sie zu sagen hat.

Von Mareen Linnartz

Gegen Ende ihres Auftritts in den Münchner Kammerspielen am Dienstagabend steht Marija Aljochina auf der Bühne und schaut mit festem Blick ins Publikum. Sie senkt die Stimme, holt Luft. Eine Stunde haben da sie und ihre Mitstreiterinnen sich schon verausgabt, mit einer Intensität, die man nicht vergisst: Aljochina, wie sie mit gelber Strickmaske und weißem Kleid nach vorne stürmt und mit hämmerndem Sprechgesang vor Filmsequenzen, die vor allem Wladimir Putin zeigen, erinnert, anklagt, beschwört. Die Sängerin Olga Borisowa, früher mal Polizistin im Staatsdienst, die eine Plastikflasche in die Hand nimmt und Wasserfontänen in die erhitzte Atmosphäre schleudert. Diana Burkat, die am Keyboard wie am Schlagzeug überzeugt und deren Gesang so flehend und drängend zugleich ist, dass er fortwährend nachzuhallen scheint. Anton Ponomarew, der Saxofonist, gerät da etwas in den Hintergrund.

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