Prozess in Moskau Serebrennikow weist Vorwürfe zurück

Kirill Serebrennikow wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

(Foto: dpa)
  • Der russische Regisseur weist angebliche Verwicklungen in Finanzgeschäfte vor dem Moskauer Gericht zurück.
  • Serebrennikow und seinen Mitangeklagten wird vorgeworfen, staatliche Fördergelder unterschlagen zu haben.
  • Der mitangeklagte ehemalige Produzent Alexej Malobrodski warf der Staatsanwaltschaft vor, gefälschte Beweise vorzulegen.

Im Strafprozess wegen angeblicher Unterschlagung hat der angeklagte russische Regisseur Kirill Serebrennikow Verwicklungen in die Finanzgeschäfte seiner Produktionsfirma zurückgewiesen. "Ich war der künstlerische Leiter. Finanzfragen waren nie meine Kompetenz", sagte der Theatermacher bei einer Befragung im Moskauer Gericht.

Die Anklage wirft ihm vor, bei einem Theaterprojekt 133 Millionen Rubel (ca. 1,7 Millionen Euro) staatlicher Zuschüsse unterschlagen zu haben. Sie stützt sich dabei auch auf Angaben der Ex-Buchhalterin, die als Belastungszeugin mit den Ermittlern zusammenarbeitete.

Der Fall um den 49 Jahre alten Serebrennikow beschäftigt seit mehr als einem Jahr die russische Justiz. Der international renommierte Theatermacher, der seit seiner Festnahme im Sommer 2017 unter Hausarrest steht, kritisierte die Ermittlungen als politisch motiviert.

Neben Serebrennikow sind drei Mitarbeiter angeklagt, unter anderem der ehemalige Produzent Alexej Malobrodski. Bei seiner Befragung bezeichnete dieser Beweismaterial der Staatsanwaltschaft als Fälschung. Unterschriften unter Verträgen, die vor Gericht angeführt wurden, seien nicht von ihm, sagte Malobrodski. Er habe diese nicht abgeschlossen. "Das ist eindeutig nicht meine Unterschrift. Das ist ja nicht mal der Versuch, sie zu imitieren."

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