Auch das nächste Beispiel unserer kleinen Plagiatsliste liegt noch gar nicht allzu lange zurück: So sah sich selbst Bestsellerautor und Meister der Verschwörungstheorie, Dan Brown, nach der Veröffentlichung seines 50-Millionen-Sellers Sakrileg (Englisch: The Da Vinci Code) Plagiatsvorwürfen ausgesetzt: Die Urheberrechtsklage der Historiker Michael Baigent und Richard Leigh gelangte bis vor dem Royal High Court des Vereinigten Königreichs.

Sie fanden die zentralen Thesen ihres verschwörungstheoretischen Sachbuchs Der heilige Gral und seine Erben in Browns Roman wieder und verlangten zehn Millionen Pfund Schadensersatz. Doch die beiden gingen leer aus; Brown hatte nie bestritten, das Sachbuch als eine seiner Hauptquellen benutzt zu haben, die Namen der zwei Gralsexperten wurden gar als Anagramme im Sakrileg verewigt. Hegemann hat sich ab der zweiten Auflage ihres Axolotls für eine Danksagung entschieden.

Tom Hanks und Audrey Tautou in Film "The Da Vinci Code".

Bild: Verleih 18. Februar 2010, 12:342010-02-18 12:34:00 © sueddeutsche.de/kar