"Der Prinz von Homburg" in Stuttgart Trauma des Krieges

Der Prinz von Homburg; Der Prinz von Homburg

Durch kleine Zeichen macht Regisseur Stephan Kimmig im "Prinz von Homburg" den Krieg fühlbar, der draußen tobt.

(Foto: Wolf Silveri)

In Stuttgart inszeniert Stephan Kimmig das Grauen in Hans Werner Henzes Oper "Der Prinz von Homburg" ganz ohne Pathos. Das bringt Kleists Stück in die jüngere Gegenwart.

Von Reinhard J. Brembeck

Der Prinz hat einen Knall. Er steht in der Staatsoper Stuttgart auf halber Höhe einer Leiter, mitten auf der Bühne und klappt rhythmisch seinen Arm aus und ein. Die rote Schlabbersporthose und das weiße Jackett dazu machen ihn vollends zum Paradiesvogel, der deshalb von allen geliebt wird, von seinen Offizierskollegen genauso wie vom Chef und der Chefin und von Natalie sowieso, die bei all ihrer Zartheit und all ihrem Liebreiz ebenfalls ein Regiment befehligt.

Die allgemeine Liebe zu diesem kranken ...