PotsdamAltbischof: Weitere Förderung für Garnisonkirche nötig

Lesezeit: 1 Min.

Die Baustelle der Garnisonkirche an der Breite Straße in Potsdam soll im Sommer 2022 abgeschlossen sein.
Die Baustelle der Garnisonkirche an der Breite Straße in Potsdam soll im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Ohne eine weitere Millionenförderung durch den Bund ist der umstrittene Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche aus Sicht von Altbischof Wolfgang...

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

SZ bei Google bevorzugen

Potsdam (dpa) - Ohne eine weitere Millionenförderung durch den Bund ist der umstrittene Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche aus Sicht von Altbischof Wolfgang Huber nicht fertigzustellen. „Wir brauchen die 4,5 Millionen Euro dringend“, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (PNN/Dienstag). „Sie sind elementar und der Fortgang der Arbeiten hängt davon ganz maßgeblich ab.“

Nach herber Kritik des Bundesrechnungshofs an der öffentlichen Förderung des Wiederaufbaus der Garnisonkirche hatte das Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) angekündigt, die Bewilligung von weiteren 4,5 Millionen Euro zu überprüfen.

Die Rechnungsprüfer hatten kritisiert, der Bund habe bei der Bewilligung der bislang ausgezahlten Fördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro nicht beurteilen können, ob insgesamt ausreichend Mittel für den geplanten Bau bereit stehen. Der Bund wurde aufgefordert, „Fördermittel erst dann zu bewilligen, wenn die Gesamtfinanzierung der Baumaßnahme hinreichend gesichert ist“. Es gelte, „Förderruinen zu vermeiden“.

Die Stiftung versucht seit 2008, die im Krieg zum Teil zerstörte und 1968 abgerissene einstige Militärkirche mit Spendenmitteln wiederaufzubauen. Die Mittel reichen laut PNN-Bericht weder für eine Rekonstruktion der gesamten Kirche (rund 100 Millionen Euro) noch für das inzwischen auf den Turm reduzierte Vorhaben, das noch 40 Millionen Euro kosten soll. Der Aufbau des Turms ist allerdings schon weit vorangeschritten. Für die sogenannte Grundvariante des Turms - immer noch 27,5 Millionen Euro - wurde die Förderung beantragt.

Gegen den laufenden Wiederaufbau des Kirchenturms wenden sich mehrere, auch christliche Initiativen. Die Gegner sehen in dem historischen Bau ein Symbol des Militarismus und einen Treffpunkt rechtsnationaler Bewegungen in den 1920er und 1930er Jahren. Am „Tag von Potsdam“ 1933 reichten sich Reichspräsident Paul von Hindenburg und der neue Reichskanzler Adolf Hitler vor der Kirche die Hand.

© dpa-infocom, dpa:220215-99-133336/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: